Vergleich

Ube oder Taro

Man verwechselt sie ständig, wegen ihrer Verbindung zum Violett. Und doch sind Ube und Taro zwei ganz verschiedene Pflanzen, jede mit eigenem Charakter.

Comparaison ube et taro, tubercules coupés et poudres

Zwei Wurzeln, zwei Familien

Das ist die klassische Verwechslung im Asia-Regal. Man glaubt dasselbe Violett zu sehen, man stellt sich denselben Geschmack vor.

In Wirklichkeit gehören Ube und Taro nicht einmal zur selben Pflanzenfamilie. Weiß man das erst, verwechselt man sie nie wieder.

Auf einen Blick

Ube oder Taro: das Duell.

KriteriumUbeTaro
ArtViolette Yamswurzel (Wurzel)Taro (Knolle, Aronstabgewächs)
Botanischer NameDioscorea alataColocasia esculenta
FarbeNatürliches Violett (Anthocyane)Weiß bis blass mauve
GeschmackMild, vanillig, süßNeutral, erdig, kaum süß
VerwendungVor allem süßSüß und herzhaft
KoffeinKeinesKeines

Ube

ArtViolette Yamswurzel (Wurzel)
Botanischer NameDioscorea alata
FarbeNatürliches Violett (Anthocyane)
GeschmackMild, vanillig, süß
VerwendungVor allem süß
KoffeinKeines

Taro

ArtTaro (Knolle, Aronstabgewächs)
Botanischer NameColocasia esculenta
FarbeWeiß bis blass mauve
GeschmackNeutral, erdig, kaum süß
VerwendungSüß und herzhaft
KoffeinKeines

Eine Yamswurzel gegen einen Taro

Ube (Dioscorea alata) ist eine Yamswurzel: die Knolle einer Kletterpflanze, ein Sinnbild der Philippinen.

Der Taro (Colocasia esculenta) gehört zu einer ganz anderen Familie, den Aronstabgewächsen. Er ist keine Wurzel, sondern eine Knolle, ein verdickter unterirdischer Spross, seit sehr langer Zeit in Asien angebaut.

💜 Wussten Sie schon?

Der Taro gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt. Man isst ihn fast immer gekocht: erst das Garen macht ihn zart und bekömmlich.

Das Violett: bei dem einen natürlich, beim anderen zugesetzt

Hier entscheidet sich alles. Ube ist von Natur aus violett, dank der Anthocyane.

Der Taro hingegen hat ein Fruchtfleisch, das meist weiß oder sehr blass mauve ist. Das hübsche Violett der Taro-Bubble-Teas stammt daher meistens von einem zugesetzten Farbstoff.

🌿 Warum das wichtig ist

Bei Ube steckt die Farbe in der Zutat. Kein Zusatz nötig: es ist die Pflanze, die färbt.

Der Geschmack: Dessert gegen Gericht

Ube ist mild, vanillig, leicht süß. Er strebt geradewegs zu Desserts und genussvollen Getränken.

Der Taro ist neutraler und erdiger, nahe der Kastanie oder der Kartoffel. Er eignet sich für Süßes ebenso wie für Herzhaftes.

🍠 Der Ube Time Tipp

Für einen milden, farbenfrohen Latte, ohne Bitterkeit oder erdigen Geschmack, ist Ube die naheliegende Wahl. Der Taro hingegen glänzt in rustikaleren Rezepten.

Der berühmte Taro des Bubble Tea

Wenn Sie Taro kennen, dann wohl dank Bubble Tea.

Dieser Taro, von einem sehr gleichmäßigen Pastellviolett, wird oft aus aromatisiertem, gefärbtem Pulver zubereitet. Ein Genuss, aber ziemlich weit vom rohen Taro entfernt, der eher neutral und blass ist.

Ube hingegen braucht diese Nachhilfe nicht: sein Violett und seine Milde sind bereits da, in der Wurzel.

💜 Wussten Sie schon?

Viele „Taro“-Getränke beziehen ihre Farbe und ihren süßen Geschmack aus einer Zubereitung, nicht aus der Knolle selbst.

Zwei Arten zu kochen

Ube gleitet in Lattes, Eis, Kuchen und Cremes. Der Taro, herzhaft wohler, findet sich auch als Püree, als Pommes oder in Schmorgerichten.

✨ Zum Merken
  • Ube ist eine Yamswurzel (Dioscorea alata), der Taro ein Aronstabgewächs (Colocasia esculenta).
  • Ube ist von Natur aus violett; der Taro ist blass, seine Farbe wird oft zugesetzt.
  • Ube: mild und süß. Taro: neutral und erdig.

Also, Ube oder Taro?

Alles hängt davon ab, was Sie suchen.

Für einen Latte oder ein mildes, farbenfrohes, natürliches Dessert gewinnt Ube ohne Diskussion: echtes Violett, vanilliger Geschmack, null Zusatzstoffe. Der Taro hingegen entfaltet sich eher in der Küche, von süß bis herzhaft, wenn man seine neutrale, rustikale Art mag.

➡ Entdecken Sie weiter

Vergleichen Sie Ube auch mit Matcha und der violetten Süßkartoffel, oder kehren Sie zum Wesentlichen zurück: Was ist Ube?

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FAQ

Ihre Fragen: Ube oder Taro.

Sind Ube und Taro dasselbe?

Nein. Es sind zwei Pflanzen aus verschiedenen Familien: Ube ist eine Yamswurzel, der Taro ein Aronstabgewächs.

Ist der Taro violett wie Ube?

Nein, sein Fruchtfleisch ist oft weiß oder blass mauve. Das Violett von Taro-Produkten ist in der Regel zugesetzt.

Wie schmeckt der Taro im Vergleich zu Ube?

Der Taro ist neutral und erdig, nahe der Kastanie; Ube ist mild, vanillig und süßer.

Ist Taro-Bubble-Tea natürlich?

Oft nicht: seine gleichmäßige violette Farbe und sein süßer Geschmack stammen häufig aus einem aromatisierten, gefärbten Pulver.

Ube oder Taro für einen Latte?

Ube: von Natur aus violett, mild und ohne Zusatzstoffe. Der Taro braucht meist eine gefärbte Zubereitung.

Kann man Taro durch Ube ersetzen?

In süßen Rezepten ja, aber Farbe und Geschmack werden anders sein: violetter und milder.

Enthält der Taro Koffein?

Nein, wie Ube ist der Taro von Natur aus koffeinfrei.

Warum werden Ube und Taro so oft verwechselt?

Wegen des Violetts, das in asiatischen Desserts mit beiden verbunden wird, während es beim Taro meist zugesetzt ist.