Ube oder Taro
Man verwechselt sie ständig, wegen ihrer Verbindung zum Violett. Und doch sind Ube und Taro zwei ganz unterschiedliche Pflanzen, jede mit eigenem Charakter.

Zwei Wurzeln, zwei Familien
Das ist die klassische Verwechslung im Asia-Regal. Man glaubt, dasselbe Violett zu sehen, stellt sich denselben Geschmack vor.
In Wirklichkeit gehören Ube und Taro nicht einmal derselben Pflanzenfamilie an. Wenn man das weiß, verwechselt man sie nie wieder.
Ube oder Taro : das Duell.
| Kriterium | Ube | Taro |
|---|---|---|
| Art | Violette Yamswurzel (Wurzel) | Taro (Kormus, Aronstabgewächs) |
| Botanischer Name | Dioscorea alata | Colocasia esculenta |
| Farbe | Natürliches Violett (Anthocyane) | Weiß bis blasses Malvenlila |
| Geschmack | Mild, vanillig, süß | Neutral, erdig, wenig süß |
| Verwendung | Vor allem süß | Süß und herzhaft |
| Koffein | Keins | Keins |
Ube
Taro
Eine Yamswurzel gegen einen Taro
Ube (Dioscorea alata) ist eine Yamswurzel: die Knolle einer kletternden Liane, ein Wahrzeichen der Philippinen.
Taro (Colocasia esculenta) gehört einer ganz anderen Familie an, den Aronstabgewächsen. Es ist keine Wurzel, sondern ein Kormus, ein verdickter unterirdischer Spross, seit sehr langer Zeit in Asien angebaut.
Taro gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt. Man isst ihn fast immer gekocht: Erst das Garen macht ihn zart und bekömmlich.
Das Violett: beim einen natürlich, beim anderen zugesetzt
Hier entscheidet sich alles. Ube ist von Natur aus violett, dank der Anthocyane.
Taro hat hingegen ein meist weißes oder sehr blass malvenfarbenes Fruchtfleisch. Das hübsche Violett der Taro-Bubble-Teas stammt also meistens von einem zugesetzten Farbstoff.
Beim Ube steckt die Farbe in der Zutat. Kein Zusatz nötig: Die Pflanze selbst färbt.
Der Geschmack: Dessert gegen Gericht
Ube ist mild, vanillig, leicht süß. Es strebt geradewegs zu Desserts und genussvollen Getränken.
Taro ist neutraler und erdiger, ähnlich der Marone oder der Kartoffel. Er eignet sich ebenso für Süßes wie für Herzhaftes.
Für einen milden, farbigen Latte ohne Bitterkeit oder erdigen Geschmack ist Ube die klare Wahl. Taro hingegen glänzt in rustikaleren Rezepten.
Der berühmte Taro im Bubble Tea
Wenn Sie Taro kennen, dann wohl dank des Bubble Tea.
Dieser Taro, von einem sehr gleichmäßigen Pastellviolett, wird oft aus aromatisiertem und gefärbtem Pulver zubereitet. Ein Genuss, aber ziemlich weit entfernt vom rohen Taro, der eher neutral und blass ist.
Ube hingegen braucht diese Nachhilfe nicht: Sein Violett und seine Süße sind bereits da, in der Wurzel.
Viele Getränke « mit Taro » beziehen ihre Farbe und ihren süßen Geschmack aus einer Zubereitung, nicht aus dem Kormus selbst.
Zwei Arten zu kochen
Ube schlüpft in Lattes, Eis, Kuchen und Cremes. Taro, herzhaft eher zu Hause, findet sich auch als Püree, als Pommes oder in Schmorgerichten.
- Ube ist eine Yamswurzel (Dioscorea alata), Taro ein Aronstabgewächs (Colocasia esculenta).
- Ube ist von Natur aus violett; Taro ist blass, seine Farbe ist oft zugesetzt.
- Ube: mild und süß. Taro: neutral und erdig.
Also, Ube oder Taro?
Alles hängt davon ab, was Sie suchen.
Für einen Latte oder ein mildes, farbiges und natürliches Dessert gewinnt Ube ohne Diskussion: echtes Violett, vanilliger Geschmack, null Zusatz. Taro hingegen zeigt sich eher in der Küche, von süß bis herzhaft, wenn man seine neutrale, rustikale Seite mag.
Vergleichen Sie Ube auch mit Matcha und mit der violetten Süßkartoffel oder zurück zum Wesentlichen: Was ist Ube?
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Ihre Fragen : Ube oder Taro.
Sind Ube und Taro dasselbe?
Nein. Es sind zwei Pflanzen verschiedener Familien: Ube ist eine Yamswurzel, Taro ein Aronstabgewächs.
Ist Taro violett wie Ube?
Nein, sein Fruchtfleisch ist oft weiß oder blass malvenfarben. Das Violett von Taro-Produkten ist meist zugesetzt.
Wie schmeckt Taro im Vergleich zu Ube?
Taro ist neutral und erdig, ähnlich der Marone; Ube ist mild, vanillig und süßer.
Ist der Taro-Bubble-Tea natürlich?
Oft nicht: Seine gleichmäßige violette Farbe und sein süßer Geschmack stammen häufig aus einem aromatisierten und gefärbten Pulver.
Ube oder Taro für einen Latte?
Ube: von Natur aus violett, mild und ohne Zusatz. Taro erfordert meist eine gefärbte Zubereitung.
Kann man Taro durch Ube ersetzen?
In süßen Rezepten ja, aber Farbe und Geschmack werden anders sein: violetter und milder.
Enthält Taro Koffein?
Nein, wie Ube ist Taro von Natur aus koffeinfrei.
Warum verwechselt man Ube und Taro oft?
Wegen des Violetts, das in asiatischen Desserts beiden zugeordnet wird, während es beim Taro meist zugesetzt ist.